Psychiatrische Tarnorganisationen

"Durch den finanziellen Anreiz, der mit der Entwicklung und Verwendung des DSM verflochten ist, werden Entscheidungen darüber, welche menschlichen Probleme als psychische Störung in das DSM aufgenommen werden und wer für die austauschbaren psychiatrischen Stempel qualifiziert, anfällig für Druck durch Lobby-Gruppen, professionelle Verbände und Gesellschaften." 59



Professoren Herb Kutchins & Stuart A. Kirk
Autoren von Making Us Crazy,
DSM: The Psychiatric Bible and
The Creation of Mental Disorders
(Wir werden verrückt gemacht,
DSM: Die psychiatrische Bibel und
das Schaffen psychischer Störungen)






Die Organisationen, die hauptsächlich psychiatrische Drogen, die Theorie des biochemischen Ungleichgewichts oder die irreführende Idee der "neurobiologischen Krankheit" propagieren, erhalten enorme Zuwendungen aus Quellen, die von dem biologischen Modell der Psychiatrie profitieren - insbesondere von der pharmazeutischen Industrie. Diese Geldmittel, so Dr. Valenstein, "erlauben es den Gruppen Werbung in Zeitungen und Magazinen sowie die Informationen, die sie über andere Kanäle verbreiten, zu verstärken. Insbesondere die Informationsmaterialien von Patientenvereinigungen zeichnen oft ein allzu positives Bild von Psychodrogen" das "die Wirksamkeit medikamentöser Behandlung und das Wissen über die Beziehung zwischen Hirnchemie und Geisteskrankheit übertrieben und manchmal verzerrt darstellt." 60



Das Wirken der Tarnorganisationen

 

  • Eine nationale amerikanische Organisation, die Angehörige und Freunde Geisteskranker vertritt - und die 3 Millionen US-Dollar pro Jahr von der pharmazeutischen Industrie erhält 61 - hält ihre Ortsgruppen an, "den Begriff 'Geisteskrankheit' nicht mehr zu gebrauchen. Verwenden Sie Begriffe, die biologische Aspekte bestätigen - Begriffe wie 'biologisch verursachte Hirnkrankheit', 'neurobiologische Störungen' (NBD), oder spezifische Diagnosen (Schizophrenie, Depression, etc.). Biologische Begriffe sind akkurater, verringern das Stigma und differenzieren uns." 62 


  • Kritiker behaupten, dass genau diese Organisation sich in den Händen psychiatrischer Forschungsexperten des Staates New York befindet und dabei versagt, sich in erster Linie um schutzlose Patienten zu kümmern.63 Unterstrichen wird diese Behauptung durch die Tatsache, dass 1998 1.100 Mitglieder dieser so genannten Patientenvereinigung gleichzeitig der Amerikanischen Psychiatrievereinigung (American Psychiatric Association) angehörten.64


  • Diese Gruppen werden mit absoluter Sicherheit behaupten, dass Drogen das Leben ihres Kindes oder ihres Freundes gerettet haben, indem das chemische Ungleichgewicht ausgeglichen wurde, das für den geistigen Zustand verantwortlich war. Weiterhin erläutert Valenstein: "Höchstwahrscheinlich haben sie nur wiederholt, was sie gelesen haben oder ihr Psychiater gesagt hat. Und das obwohl der Psychiater keine Möglichkeit hat herauszufinden, ob es überhaupt ein biochemisches Ungleichgewicht gibt." 65
     



  • Falsche psychiatrische Diagnosen,
    die von sogenannten "Interessengruppen"
    propagiert werden, zerstören die Ausbildung. 

    Der Internationale Kontrollausschuss für Narkotika der Vereinten Nationen (INCB) berichtete, dass die Aktivität solcher Interessengruppen, das Abkommen über psychotrope (die Psyche beeinflussende) Substanzen unterlaufen könnte. Dieses verbietet "öffentliche Werbung für kontrollierte Substanzen (nicht frei verfügbare Drogen)".66 Tatsächlich rief die US-Drogenaufsichtsbehörde DEA eine ADHS-Patientenvereinigung zur Ordnung, weil sie mit den Geldern, die sie von Firmen erhält, ein biopsychiatrisches Medikationsmodell unterstütze. Sie sei aller Wahrscheinlichkeit nach einen Kompromiss eingegangen, insbesondere wenn sie als Behandlungsmöglichkeit ein spezielles Medikament erwähne, das nahezu als Allheilmittel gegen "ADHS" eingesetzt wird.67


  • Dr. Thomas Armstrong, preisgekrönter Autor und Redner zu Themen wie das Lernen und die menschliche Entwicklung, berichtete: "Eine Studie von Alan Zametkin schien der Durchbruch für ADS-Anhänger auf der Suche nach einer körperlichen Ursache zu sein. Diese Studie wurde von Zametkin mit seinen Kollegen des Nationalen Instituts für Geistige Gesundheit (National Institute of Mental Health) durch geführt und im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Sie schien nachzuweisen, das Hyperaktivität von Erwachsenen mit einem verringerten Glukosestoffwechsel ... in ... Gehirnbereichen zu tun hat, die mit der Aufmerksamkeitskontrolle, dem Planen und der motorischen Aktivität in Verbindung gebracht werden."


  • Die Medien griffen Zametkins Forschung auf und berichteten in den USA darüber. ADS-Anhänger nahmen diese Studie gerne als Beweis für die These auf, das ADS medizinisch fundiert ist. ... Was nicht von den Medien berichtet wurde und erst recht nicht von den ADS-Anhängern gefeiert wurde, war die Studie von Zametkin und anderen, die drei Jahre später herauskam. ... Bei dem Versuch die Studie von 1990 jetzt an Jugendlichen zu wiederholen, fand der Forscher keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gehirnen der so genannten hyperaktiven und denen der so genannten normalen Testpersonen." 68